Photo: AdsD/FES

Auf den Spuren von Julius Leber in Lübeck

Haus Lübeck Sonderveranstaltung
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08. November 2026,
Start 11:00 Uhr

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Willy-Brandt-Haus Lübeck
Königstraße 21
23552 Lübeck

Er hätte das “Zeug zum Kanzler ganz gewiß gehabt”, schrieb Willy Brandt in seinen Erinnerungen über Julius Leber, der für ihn schon in jungen Jahren zur prägenden Figur wurde. Leber, ein wortgewaltiger Verteidiger der Republik, war von 1921 bis 1933 Chefredakteur des Lübecker Volksboten und Abgeordneter in der Lübecker Bürgerschaft. Er warnte früh vor der Zersplitterung der linken Parteien angesichts der aufkommenden nationalsozialistischen Bewegung. Während Brandt ab Frühjahr 1933 aus dem skandinavischen Exil heraus Widerstand gegen das NS-Regime leistete, blieb Leber im Land und durchlief ein Martyrium aus KZ-Aufenthalten, Folter und einem Leben im Untergrund. Den 9. November 1938 erlebte er in Berlin. Bis 1944 war er im Widerstand gegen das NS-regime aktiv. Dann wurde er erneut festgenommen und 1945 in Berlin hingerichtet.

Auf diesem Spaziergang erkunden wir die Orte in Lübeck, die mit seinem politischen Wirken in Verbindung stehen. Dabei lernen wir auch andere Männer und Frauen der Arbeiterbewegung kennen, die sich dem nationalsozialistischen System widersetzt haben und fragen: Wie war die politische Atmosphäre in Lübeck, kurz vor der Machtüberübernahme durch die NSDAP? Welche Formen der Opposition waren nach Januar 1933 möglich? Wie wird heute in Lübeck an Julius Leber und den Widerstand aus der Arbeiterbewegung erinnert?

Der Gang findet im Rahmen der Gedenk- und Erinnerungsreihe „Zeit des Erinnerns – für die Zukunft” statt.

Teilnahme kostenfrei | Dauer: 2 Std. | ohne Anmeldung | Treffpunkt: Willy-Brandt-Haus Lübeck | Ende: Europäisches Hansemuseum

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Anne Küpperbusch

Education and Outreach

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