Neuerscheinung: Heft 34 der Schriftenreihe

Die Stiftung

In Deutschland wurde 2019 an den 100. Jahrestag der Deutschen Revolution mit einer Vielzahl an Veranstaltungen erinnert. Im Rahmen des Festivals „100 Jahre Revolution 1918/1919“ von Kulturprojekte Berlin organisierte die Stiftung die Veranstaltung „Gegen Ebert, für Luxemburg? Willy Brandts Urteil über die Novemberrevolution“.

Mit Heft 34 der Schriftenreihe liegt nun der einführende Vortrag von Ulrich Schöler mit einem umfassenden Quellenanhang als Publikation vor.

Diese beschäftigt sich mit der Erinnerung an den Sturz der Monarchie und die Geburt der Demokratie in Deutschland – und insbesondere mit der Sicht Willy Brandts auf diese beiden Persönlichkeiten.

Der langjährige SPD-Vorsitzende äußerte sich wiederholt sehr kritisch über die Politik von Friedrich Ebert und Philipp Scheidemann. So war er der Auffassung, „dass man 1918/19 das Demokratisierungspotenzial in der Rätebewegung […] hätte stärker einsetzen müssen.“ Auch sprach Brandt vom „Ausweichen vor einer klaren republikanischen Entscheidung“ und von „Überschätzung der ‚bolschewistischen Gefahr‘“.

Wie kam es zu diesen prononcierten Urteilen? Hat die SPD damals tatsächlich die Spielräume nicht genutzt und kein tragfähiges Fundament für die demokratische Republik errichtet? Das Heft wirft ein erleuchtendes Licht auf eine Zeit und historische Persönlichkeiten, über die die Sozialdemokratie noch immer ein zwiegespaltenes Verhältnis hat.

Gegen Ebert, für Luxemburg?

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