„Wir wollen mehr Demokratie wagen“

Die Stiftung Willy-Brandt-Studien

„Wir wollen mehr Demokratie wagen.“ Dieser Satz von Willy Brandt ist zum legendären Leitspruch für die Reformen in der Bundesrepublik am Übergang von den 1960er- zu den 1970er- Jahren geworden. Der Sammelband analysiert die Hintergründe und die gewollten sowie die ungewollten Folgen und Wirkungen jenes Versprechens und ordnet die Demokratisierungs- und Liberalisierungsbestrebungen der Ära Brandt in den internationalen Kontext ein.

„Wir wollen mehr Demokratie wagen“ Antriebskräfte, Realität und Mythos eines Versprechens, Willy-Brandt-Studien, Band 6, Bonn 2019

Willy Brandt weckte 1969 hohe Erwartungen, die von der sozial-liberalen Koalition aber nur zum Teil erfüllt wurden. Zunächst beschleunigten sich gesellschaftliche Demokratisierungsprozesse von unten, deren Akteure die Forderung nach »mehr Demokratie« häufig viel radikaler auslegten, als es den Regierungsparteien lieb war. Was Umfang und Tempo der Reformen anging, lag die Bundesrepublik im internationalen Vergleich gleichwohl mit an der Spitze. In der bundesdeutschen Außenpolitik der 1970er- und 1980er-Jahre spielte das Konzept der Demokratie dagegen eine überraschend geringe Rolle.

Tagungsband mit Beiträgen von u.a. Martin Sabrow, Alexander Gallus, Elke Seefried, Hélène Miard-Delacroix, Bernd Rother, Kristina Meyer und Dietmar Süß.

 

Axel Schildt, Wolfgang Schmidt (Hrsg.): „Wir wollen mehr Demokratie wagen“ Antriebskräfte, Realität und Mythos eines Versprechens, Willy-Brandt-Studien, Band 6, Bonn 2019

ISBN 978-3-8012-0549-2, 32,– Euro (296 Seiten)

Teilen und drucken

Weitere Publikationen