Carl Steinhoff: Intellektueller, Sozialdemokrat, Stalinist

Forum Berlin Vortrag
Veranstaltungstermin

29. Apr 2020,
Beginn 19:00

Veranstaltungsort

Forum Willy Brandt Berlin
Behrenstraße 15
10117 Berlin

Aufgrund der dynamischen Ausbreitung des neuartigen Coronavirus COVID-19 und zum Schutz unserer Mitbürger*innen entfällt diese Veranstaltung. »Weitere Informationen

Carl Steinhoff machte in der Weimarer Republik als preußischer Spitzenbeamter Karriere. 1933 wurde der promovierte Jurist aus allen öffentlichen Ämtern entfernt, weil er SPD-Mitglied war. 1945 avancierte Steinhoff, der während der NS-Diktatur zurückgezogen bei Potsdam gelebt hatte, in der Sowjetischen Besatzungszone zum Ministerpräsidenten Brandenburgs und wurde DDR-Innenminister.

Lutz Maeke hat die ambivalente Biografie Carl Steinhoffs erstmals wissenschaftlich untersucht. Er fragt nach dessen familiärer Sozialisation, nach Prägungen und Motiven seines beruflichen Engagements vor und nach 1945. Dabei ordnet er Steinhoffs Lebensweg in die Geschichte der Sozialdemokratie ein und betrachtet ihn im Kontext einer in der frühen DDR betriebenen Instrumentalisierung bürgerlich-liberaler Politiker der Weimarer Republik.

Buchvorstellung und Diskussion mit Lutz Maeke, Institut für Zeitgeschichte München – Berlin, Andreas Wirsching, Institut für Zeitgeschichte München – Berlin, Martina Münch, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg a.D. sowie Jürgen Steinhoff, Enkel Carl Steinhoffs. Moderiert wird die Veranstaltung von Bernd Rother.

In Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte München – Berlin und dem Wallstein Verlag

 

 

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