Photo: Human Rights Film Festival Berlin

Kino für Menschenrechte und der Willy Brandt Dokumentarfilmpreis

Forum Berlin

Vom 10. bis 18. April 2026 präsentiert das Human Rights Film Festival Berlin unter dem Motto „Where Stories Fight Back“ 24 herausragende internationale Dokumentarfilme. Die thematische Spannbreite reicht von Klimagerechtigkeit, Konflikten und Frieden sowie Dekolonisierung bis zu wirtschaftlicher Gerechtigkeit, Meinungsfreiheit, Geschlechtergerechtigkeit und Flüchtlingsrechten.

Auch in diesem Jahr gehen wieder sieben Dokumentarfilme an den Start und konkurrieren im Festivalwettbewerb um den Willy Brandt Dokumentarfilmpreis. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Awards-Ceremony am 17. April statt. Folgende Filme gehen an den Start:

»All The Mountains Give
Arash Rakhsha | Iran/Vereinigte Staaten | 2024 | 91 min

Ein Film voller Trauer und Liebe über kurdische Kolbar – Arbeiter*innen, die gezwungen sind, Waren über die gefährliche Grenze zwischen Irak und Iran zu schmuggeln.

»Mothers of Chibok
Joel Kachi Benson | Vereinigte Staaten/Australien/Nigeria | 2024 | 88 min

Eine Geschichte über Stärke, Glaube und Mut vierer Mütter, deren Töchter 2014 von Boko Haram entführt wurden.

»Put Your Soul on Your Hand and Walk
Sepideh Farsi | Frankreich/Palästina/Iran | 2025 | 112 min

Die palästinensische Fotojournalistin Fatma Hassona dokumentierte ihr Leben während des Gaza-Kriegs und starb kurz vor der Premiere durch einen israelischen Luftangriff.

»Shot – the Voice of Freedom
Zainab Entezar | Afghanistan | 2024 | 70 min

Ein Film über die Resilienz afghanischer Frauen, die ihr Leben riskieren, um für Bildung, Selbstbestimmung und grundlegende Freiheit zu kämpfen.

»The Wolves Always Come at Night
Gabrielle Brady | Australien/Deutschland/Mongolei | 2024 | 95 min

Eine Liebeserklärung über die Nähe zwischen Mensch und Natur sowie den Verlust des eigenen Lebensraums im Angesicht der globalen Klimakrise.

»The Woman Who Poked The Leopard
Patience Nitumwesiga | Uganda/Südafrika/Deutschland/Vereinigte Staaten | 2025 | 107 min

Portrait der ugandische Dissidentin Stella Nyanzi und ihren Widerstand, der sie bis ins Exil in Deutschland führt.

»2000 Meters to Andriivka
Mstyslav Chernov | Ukraine/Vereinigte Staaten | 2025 | 107 min

Ein Film über die Realität des Krieges in der Ukraine, der das Frontgeschehen in seiner physischen und emotionalen Wucht erfahrbar macht.

Der Gewinnerfilm wird am 18. April in einem Sonderscreening präsentiert.  Alle sieben Wettbewerbsfilme laufen am Abschlusstag. Der Gewinnerfilm und die Uhrzeit des Screenings werden nach der Preisverleihung veröffentlicht. »Tickets

Mit dem Willy Brandt Dokumentarfilmpreis erinnert die Stiftung an Willy Brandts Leistungen als Bundeskanzler und Friedensnobelpreisträger und möchte herausragende Filmemacherinnen und Filmemacher unterstützen, deren Arbeit exemplarisch für die Werte Willy Brandts stehen. Der Willy Brandt Dokumentarfilmpreis zeichnet einen Dokumentarfilm für seine herausragende künstlerische und inhaltliche Leistung aus. Der mit 5.000 EUR von der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung dotierte Preis wird im Rahmen des Human Rights Film Festivals Berlin seit 2019 verliehen. Das Festival wurde 2018 von der Organisation Aktion gegen den Hunger gegründet.

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