Themenschwerpunkt 2020: Frieden

Das Themenjahr 2020 steht unter dem Motto „Frieden“. Die Stiftung erinnert damit an Willy Brandts Ost- und Deutschlandpolitik, deren intensivste Phase in das Jahr 1970 fiel. Den Leitgedanken seiner Politik hatte Brandt 1969 so formuliert: „Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein und werden, im Innern und nach außen.“ Im Zentrum standen für ihn die Sicherung des Friedens, die Verständigung mit Osteuropa sowie der Ausbau transnationaler Kooperation in Europa. Im Verhältnis zur DDR ging es um praktische Erleichterungen, die den Zusammenhalt der deutschen Nation wahren helfen sollten.

Zu den Jubiläen des ersten innerdeutschen Gipfels, der Ostverträge und des Kniefalls finden Veranstaltungen in Erfurt, Berlin, Moskau und Warschau statt. Neben der historischen Rückschau auf die Ereignisse des Jahres 1970 werden immer auch aktuelle politische Herausforderungen thematisiert. Dabei geht es darum, welche Erfahrungen aus Willy Brandts Politik angesichts heutiger Gefährdungen des Friedens nutzbar gemacht werden können. Und mit Blick auf die deutsch-deutsche Annäherung unter Brandt wird der Frage nachgegangen, wie es 30 Jahre nach der Wiedervereinigung um die „innere Einheit“ Deutsch­lands bestellt ist.

Das Themenjahr 2020 stand unter dem Motto „Frieden“. Die Stiftung erinnerte damit an Willy Brandts Ost- und Deutschlandpolitik, deren intensivste Phase in das Jahr 1970 fiel. Den Leitgedanken seiner Politik hatte Brandt 1969 so formuliert: „Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein und werden, im Innern und nach außen.“ Im Zentrum standen für ihn die Sicherung des Friedens, die Verständigung mit Osteuropa sowie der Ausbau transnationaler Kooperation in Europa. Im Verhältnis zur DDR ging es um praktische Erleichterungen, die den Zusammenhalt der deutschen Nation wahren helfen sollten.

Zu den Jubiläen des ersten innerdeutschen Gipfels, der Ostverträge und des Kniefalls sollten Veranstaltungen in Erfurt, Berlin, Moskau und Warschau stattfinden, aufgrund der Covid19-Pandemie wurde der Großteil online abgehalten. Neben der historischen Rückschau auf die Ereignisse des Jahres 1970 wurden immer auch aktuelle politische Herausforderungen thematisiert. Dabei ging es darum, welche Erfahrungen aus Willy Brandts Politik angesichts heutiger Gefährdungen des Friedens nutzbar gemacht werden können. Und mit Blick auf die deutsch-deutsche Annäherung unter Brandt wurde der Frage nachgegangen, wie es 30 Jahre nach der Wiedervereinigung um die „innere Einheit“ Deutsch­lands bestellt ist.

Das Jubiläumsprogramm 2020

Willy-Brandt-Preis für Zeitgeschichte 2019
Verleihung an Michael Frey
13. Februar 2020, Deutsches Theater Berlin

Willy-Brandt-Gespräch 2020
„Eine Welt des Friedens schaffen. Utopie oder reale Politik?“ Diskussion mit Herfried Münkler (Humboldt-Universität Berlin) Susan Neiman (Einstein Forum) und Julian Junk (Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung), in Kooperation mit dem inforadio rbb.
4. Mai 2020, inforadio rbb

Game Changing 1970
Videoclips aus dem Willy-Brandt-Haus Lübeck mit Teilnehmer*innen des Projekts „Schüler-führen-Schüler“.
3. August 2020, online

10 Minuten Frieden
Podcastreihe
6. August – 29. November 2020, online

50 Jahre Moskauer Vertrag
Interviews
mit Gernot Erler (ehemaliger Russland-Beauftragten der Bundesregierung), Andreas Hilger (Deutsches Historisches Institut Moskau) und Susanne Schattenberg (Universität Bremen).
12. August 2021, online

Frieden ohne Grenzen
Sonderausstellung.
4. September – 1. November 2020, Willy-Brandt-Haus Lübeck

Willy Brandt 1913-1992. A Life for Freedom, Peace and Reconciliation between Nations
Premiere der internationalen Wanderausstellung.
15. September 2020 – 28. Juni 2021, Deutsches Historisches Institut Moskau

Der Moskauer Vertrag 1970 und der Weg zur Deutschen Einheit 1990. Modelle für ein neues Kapitel in den deutsch-russischen Beziehungen?
Podiumsdiskussion mit Gernot Erler (ehemaliger Koordinator für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland, Zentralasien und den Ländern der Östlichen Partnerschaft der deutschen Bundesregierung), Andrey Zagorsky (Primakov Nationales Forschungsinstitut für Weltwirtschaft und Internationale Beziehungen), Sergey Medvedev (Dekabristen e.V.) und Alena Epifanova (Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V.), in Kooperation dem Deutsch-Russischen Forum e. V., der Moskauer Deutschen Zeitung und dem Institut für Auslandsbeziehungen.
16. September 2020, online

Geschichte des Moskauer Vertrags
Vortragsreihe
in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Institut Moskau, der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Friedrich-Ebert-Stiftung.
22. September 2020 – 29. Juni 2021, online

Willy-Brandt-Dokumentarfilmpreis für Freiheit und Menschenrechte
Auszeichnung des Films „Softie“ in Kooperation mit dem Human Rights Film Festival Berlin.
9. Oktober 2020, Human Rights Film Festival Berlin

Innere Einheit – ein (un)erreichbares Ziel?
Konferenz
in Kooperation mit den Geschichtsmuseen der Stadt Erfurt und dem Forschungsverbund „Diktaturerfahrung und Transformation: Biographische Verarbeitungen und gesellschaftliche Repräsentationen in Ostdeutschland seit den 1970er Jahren“ an der Universität Erfurt und der Friedrich-Schiller-Universität Jena in Zusammenarbeit mit der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora sowie der Stiftung Ettersberg.
21. Oktober 2020, online

Willy Brandt Lecture 2020
Vortrag
von Beatrice Fihn.
2. November 2020, online

Kniefall revisited
Interviewreihe
mit Basil Kerski (Europäisches Solidarność-Zentru), Dietmar Nietan (Deutsch-Polnische Gesellschaft Bundesverband e.V.), Ece Ünal (Berlin), Raphael Utz (Imre Kertész Kolleg), Meron Mendel (Bildungsstätte Anne Frank), Agnieszka Łada (Deutsches Polen-Institut) und Wolfgang Thierse.
30. November–6. Dezember 2020, online

Erstverkauf der Sondermarke „Kniefall“
Pressegespräch mit Bettina Greiner, Jan Lindenau (Bürgermeister der Hansestadt Lübeck) Thorn Schütt und Dieter Stephan (beide Deutsche Post). Anschließender ganztägiger Verkauf der Sonderbriefmarke „Kniefall“ inkl. Ersttagsstempel und Ersttagsblatt. In Kooperation mit der Stadt Lübeck und der Deutschen Post.
3. Dezember 2020, Lichthof Lübeck

Deutsch-polnisches Gedenkkonzert zum 50. Jahrestags des Kniefalls von Warschau
Mit Aleksandra Dulkiewicz (Stadtpräsidentin Danzig), Cornelia Pieper, (Generalkonsulin der Bundesrepublik Deutschland in Danzig), Joachim Gauck, (Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland a.D.) und Jan Lindenau (Bürgermeister der Hansestadt Lübeck). Musikbeiträge durch die Musikhochschulen Lübeck und Danzig. Vorträge von Tomasz Nałęcz (Warschau) und Kristina Meyer. In Kooperation mit dem Lions Club Gdańsk – 1, dem Lions Club Lübeck, der Musikhochschule Danzig, der Musikhochschule Lübeck und der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.
5. Dezember 2020, online

Gedenkkonzert der Stiftung zum 7. Dezember 1970
Mit Giljae Lee, Alexandra Suhr, Florian Schmidt und Jakob Linowitzki (alle Musikhochschule Lübeck), Henning Scheve (Stiftung 7. Dezember 1970) und einer Lesung von Bettina Greiner. In Kooperation mit der Stiftung zum 7. Dezember 1970.
5. Dezember 2020, online

Kranzniederlegung in Warschau
Anlässlich des 50. Jahrestags von Willy Brandts Kniefall in Warschau.
7. Dezember 2020, Warschau

Willy Brandts Kniefall und der Warschauer Vertrag. Politische Meilensteine in den deutsch-polnischen Beziehungen
Symposium mit einem Grußwort von Wolfgang Thierse, in Kooperation mit der Foundation Amicus Europae, dem Deutschen Polen-Institut und der Friedrich-Ebert-Stiftung in Polen.
7. Dezember 2020, online

Versöhnungspolitik. Ein Weg zur Wiederannäherung nach zwischenstaatlichen Konflikten?
Konferenz
in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Institut Warschau und der Foundation Amicus Europae.
10. Dezember, online