Foto: Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung

Sozialdemokratischer Aufbruch über Europa hinaus?

Forum Berlin Podiumsdiskussion
Veranstaltungstermin

27. Mai 2021,
Beginn 18:00 Uhr

Veranstaltungsort

Online

Mitte der 1970er Jahre machte sich eine Gruppe sozialdemokratischer Politiker auf, die Sozialistische Internationale (SI) aus ihrer Begrenzung auf Europa herauszuführen. Mit Willy Brandt an der Spitze wuchs die SI zu einer weltweiten Bewegung. In Lateinamerika, aber auch in Teilen Afrikas und Asiens hofften Parteiführer, mit sozialdemokratischen Konzepten zugleich eine konkurrenzfähige Wirtschaft und einen leistungsfähigen Wohlfahrtsstaat aufzubauen – so wie es in Westeuropa nach 1945 gelungen war. Heute spielt die SI keinerlei Rolle mehr, und auch sonst hat die europäische Sozialdemokratie ihre Strahlkraft eingebüßt. Stattdessen scheint China zu zeigen, dass eine Mischung aus autoritärem Staat und neoliberaler Wirtschaftspolitik das effektivste Modell zur Entwicklung der Produktivkräfte ist. Was kann die internationale Sozialdemokratie dem entgegensetzen? Wie kann sie wieder zu einer beachteten Stimme werden? Wo gibt es Bewegungen, mit denen sie zusammenarbeiten könnte?

Die Politikwissenschaftler*innen Sheri Berman (New York) und Michael Zürn (Berlin) werden am 27. Mai erörtern, ob die Sozialdemokratie wieder eine globale Attraktivität erlangen kann. Die Gesprächsleitung hat der Tagesspiegel-Journalist Hans Monath vom (Berlin).

Die Veranstaltung findet im Rahmen der sechsteiligen Gesprächsreihe „Erneuerung oder Niedergang? Die Entwicklung der sozialdemokratischen Parteien in Europa 1970–2020“ statt. Expert*innen aus Geschichtswissenschaft, Politikwissenschaft und Soziologie sowie aktive Politiker*innen diskutieren über verschiedene Facetten der Entwicklung der sozialdemokratischen Parteien in Europa seit 1970 und über gegenwärtige Herausforderungen.

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