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Willy-Brandt-Gespräch 2020

Forum Berlin Vortrag Vergangene
Veranstaltungstermin

17. Mai 2020,
Beginn 11:05 Uhr

Anmeldeschluss 29. April 2020

Veranstaltungsort

Inforadio (rbb)
Auf UKW 93,1 MHz und im Digitalradio zu hören

Friede auf Erden ist eine jahrtausendealte Hoffnung, deren Erfüllung die Menschheit trotz schier unendlicher Enttäuschungen nach wie vor ersehnt. Auch heute ist in vielen Regionen der Welt leider kein Friede in Sicht. In etlichen Ländern toben Kriege, mitunter schon seit Jahrzehnten. Zugleich beschwören ökonomische Konflikte und der Klimawandel neue Gefahren für die globale Sicherheit herauf. Und seit Jahresbeginn wird die Welt von der Corona-Pandemie in Atem gehalten, die die internationale Ordnung vollends ins Wanken bringen könnte.

2020 geben zudem zahlreiche Jahrestage Anlass, über die Möglichkeiten und die Bedingungen des Friedens zu diskutieren. Vor 50 Jahren begannen Willy Brandt und die sozial-liberale Koalition mit der Unterzeichnung der Ostverträge ihre Entspannungspolitik ins Werk zu setzen. Vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Und vor 225 Jahren veröffentlichte Immanuel Kant sein Buch „Zum ewigen Frieden“.

Das diesjährige Willy-Brandt-Gespräch will sich der grundsätzlichen Frage widmen, wie sich Frieden schaffen lässt, und dabei auch den Bezug zu aktuellen Konflikten herstellen. Was verstehen wir heute unter dem Begriff „Frieden“? Gibt es eine Blaupause für eine erfolgreiche Friedenspolitik? Welche Akteure organisieren und sichern (am besten) international den Frieden? Welche Rolle spielen dabei Demokratie, individuelle Freiheit und Menschenrechte? Wie wirken sich die ökonomische Globalisierung und der Klimawandel auf Frieden und Sicherheit aus? Stehen wir – nicht zuletzt durch die Corona-Krise – vor einem dramatischen Umbruch des internationalen Systems oder bieten die immensen Herausforderungen auch Chancen? Ist eine Welt ohne Krieg überhaupt möglich?

Es diskutieren Herfried Münkler, Humboldt-Universität Berlin, Susan Neiman, Direktorin des Einstein Forums in Potsdam und Julian Junk, Leiter des Berliner Büros des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung. Moderation: Harald Asel, Inforadio (rbb).

Inforadio zeichnet die Diskussion am 4. Mai auf und wird sie in der Sendung „Das Forum“ am Sonntag, 17. Mai 2020, um 11.05 Uhr und 20.05 Uhr ausstrahlen. Inforadio ist in Berlin auf UKW 93,1 MHz und im Digitalradio zu hören.

In Kooperation mit Inforadio (rbb)

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