Foto: Jo Straube

Neuerscheinung: Deutschland und das nukleare internationale Abrüstungsregime

Die Stiftung

Diese Woche tritt der UN-Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft. Damit sind nukleare Massenvernichtungswaffen– wie bereits chemische und biologische Waffen, Landminen sowie Streumunition – völkerrechtlich geächtet.

Das neue Heft der Schriftenreihe dokumentiert die Willy Brandt Lecture 2020 „Deutschland und das nukleare internationale Abrüstungsregime“ von Beatrice Fihn, der Direktorin der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN). Seit ihrer Gründung im Jahr 2007 hat sich ICAN für ein solches Abkommen eingesetzt und wurde dafür 2017 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Die Willy Brandt Lecture fand am 2. November digital statt, wenige Tage nachdem Honduras als 50. Staat den UN- Atomwaffenverbotsvertrag ratifiziert und damit das Inkrafttreten des Vertrags binnen 90 Tagen ausgelöst hatte. Beatrice Fihns Rede ist ein leidenschaftlicher Appell an die Vernunft aller politisch Verantwortlichen. Auch Willy Brandt hat sich für eine Welt ohne Atomwaffen eingesetzt. Im Anhang dieses Heftes sind daher zwei zur Willy Brandt Lecture thematisch passende Quellen aus Brandts Feder abgedruckt. Sie wurden Band 10 der Edition „Willy Brandt – Berliner Ausgabe“ entnommen.

Der erste Beitrag stammt aus dem Frühjahr 1983, als die Debatte um den NATO-Doppelbeschluss die Schlagzeilen bestimmte. Bei dem zweiten Dokument handelt es sich um eine Rede, die Willy Brandt, inzwischen Ehrenvorsitzender der SPD, Ende Februar 1992 vor dem Kongress der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges in Berlin gehalten hat.

Heft 35 der Schriftenreihe kann in unseren Museumsshops erworben werden und steht zudem als PDF-Download zur Verfügung. Weitere Hefte der Schriftenreihe finden Sie hier.

Heft 35 der Schriftenreihe

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