Foto: Siegfried Wittenburg

Ostseefluchten. Gefährliche Wege in die Freiheit

Haus Lübeck Vortrag Vergangene
Veranstaltungstermin

13. August 2021,
Beginn 18 Uhr

Anmeldeschluss 13. August 2021

Veranstaltungsort

Willy-Brandt-Haus Lübeck
Königstraße 21
23552 Lübeck
Open Air im Museumsgarten

Sie galt als „unsichtbare Mauer“ oder „nasse Grenze“: die Ostseeküste der DDR, die nach dem 13. August 1961 zusätzlich abgesichert wurde. Hunderte verloren hier ihr Leben bei dem Versuch, über das Meer in den Westen zu gelangen, Tausende wurden verhaftet. Diesen Schicksalen widmet sich das Team der Universität Greifwald, das am 60. Jahrestag des Berliner Mauerbaus seine Forschungsergebnisse vorstellt.

Trotz des engen Kontrollnetzes entlang der ostdeutschen Küste wagten Viele bis zur Grenzöffnung 1989 die Flucht über das Meer. Einige legten heimlich mit ihren Segelbooten ab, andere schlichen sich als blinde Passagiere auf internationale Fährschiffe, um über Dänemark oder Schweden nach Westdeutschland zu gelangen. Wieder andere versuchten, schwimmend die Küste Schleswig-Holsteins zu erreichen – eine Fluchtroute, die besonders viele Menschenleben kostete.

Seit 2019 werden die Opfer des ostdeutschen Grenzregimes an der Ostseeküste in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten wissenschaftlichen Projekt an der Universität Greifswald ermittelt, um ihre Namen und Schicksale zu erforschen und vor dem Vergessen zu bewahren. Zum Projektteam gehören Henning Hochstein, Jenny Linek und Merete Peetz, die ihre komplexe Ermittlungsarbeit und erste Erkenntnisse vorstellen.

Moderation: Lisa Klingsporn, „Demokratie auf Achse“.

Der Eintritt ist frei.

Anmeldung erforderlich unter 0451 / 122 4250 oder

Open Air: Die Veranstaltung findet bei Wind und Wetter auf der Sommerbühne im Museumsgarten statt. Es gelten die aktuellen Hygienebestimmungen.

Eine Kooperation mit der Landesbeauftragten für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Landeszentrale für politische Bildung MV und Politische Memoriale MV.

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