Jubiläumsprogramm und Themenschwerpunkt 2020

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Willy Brandt ebnete den Weg zum Ende des Kalten Krieges und zur Deutschen Einheit. Mit dem Themenschwerpunkt Frieden erinnert die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung im Jahr 2020 an seine Ost- und Deutschlandpolitik, deren intensivste Phase in das Jahr 1970 fiel.

Zu den Jahrestagen des ersten innerdeutschen Gipfels, der Ostverträge und des Kniefalls finden Veranstaltungen und Konferenzen in Erfurt, Berlin, Moskau und Warschau statt. Neben den historischen Meilensteinen von Willy Brandts Ost- und Deutschlandpolitik nimmt die Stiftung dabei aktuelle politische Herausforderungen in den Blick: Welche Erfahrungen können aus Willy Brandts Politik heute nutzbar gemacht werden und wie ist es 30 Jahre nach der Wiedervereinigung um die „innere Einheit“ Deutschlands bestellt?

Highlights Februar–Juli

Zu Jahresbeginn steht das Jubiläumsprogramm „50 Jahre Kanzlerschaft Willy Brandt“ im Zeichen der deutsch-deutschen Annäherung. So folgt die große Willy Brandt-Wanderausstellung den Spuren der beiden Gipfeltreffen zwischen Bundeskanzler Willy Brandt und DDR-Ministerpräsident Willi Stoph. Nach Bonn (28. Januar – 11. Februar) sind die nächsten Stationen Erfurt (8. März – 13. April) und Kassel (13. Mai – 18. Juni).

Anlässlich des 50. Jahrestags des Erfurter Gipfeltreffens finden dort eine wissenschaftliche Fachtagung und eine hochkarätig besetzte Abendveranstaltung u.a. mit dem Historiker Peter Brandt, Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow und dem Bundestagsabgeordneten Carsten Schneider statt. Sie diskutieren, welche Rolle die Idee und der Begriff „Nation“ in der deutschen Geschichte spielten und was sie heute und zukünftig noch bedeuten.

Ab Mai rückt Brandts Ostpolitik ins Zentrum. Das Willy-Brandt-Gespräch 2020 nimmt am 4. Mai neben dem historischen Rückblick auf den Moskauer Vertrag und den Warschauer Vertrag die aktuelle Sicherheitspolitik in den Blick. Wie lässt sich heute angesichts zunehmender Spannungen und internationaler Konflikte noch Frieden schaffen? Es diskutieren der Historiker Herfried Münkler, die Philosophin und Leiterin des Einstein Forums, Susan Neiman, und die Sicherheitsexpertin Ursula Schröder.

Zum Abschluss des Programmhalbjahres findet am 9. und 10. Juli das öffentliche Kolloquium „50 Jahre Moskauer Vertrag“ in Berlin statt, in Kooperation mit der Gemeinsamen Kommission für die Erforschung der jüngeren Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen.

Weitere Informationen stehen im gedruckten Halbjahresprogramm der Stiftung. Zu den Veranstaltungen in Erfurt und Berlin sowie zu den weiteren Stationen der Willy Brandt-Wanderausstellungen erscheinen gesonderte Pressemitteilungen. Im September veröffentlicht die Stiftung das Programm für September bis Dezember.

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