Photo: Bundesregierung/Ludwig Wegmann

Der innenpolitische Streit um Willy Brandts Neue Ostpolitik

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Event Date

06. October 2020,
Start 17:00 h

Location

Online

Die Ostpolitik der sozial-liberalen Regierung führte zu einer außergewöhnlich erregten Debatte in der westdeutschen Gesellschaft. Sie war Teil einer grundlegenden Kurskorrektur, die auch große Teile der Innenpolitik einschloss: Der Sozialstaat wurde ausgebaut und die Freiheitsrechte gestärkt. Das hatte schon unter der Großen Koalition (1966 – 1969) begonnen, aber gerade in der Deutschland- und Ostpolitik war die Regierung aus CDU/CSU und SPD nicht über erste Ansätze hinausgekommen. Nur die Koalition von SPD und FDP war in der Lage, auch in der Außenpolitik Westdeutschland zu erneuern. Während CDU/CSU den neuen Kurs mit größter Entschiedenheit bekämpften, begrüßte die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler die Neue Ostpolitik. Das zeigte auch die Bundestagswahl im November 1972. Diesen innenpolitischen Streit um Willy Brandts Neue Ostpolitik stellt Bernd Rother, Senior Fellow der Stiftung, in das Zentrum seines Vortrags.

Der Vortrag findet online statt. Eine Teilnahme an der Zoom-Konferenz ist ohne Anmeldung möglich. Zeitgleich wird die Veranstaltung als Livestream in russischer Sprache auf dem YouTube-Kanal des DHI Moskau sowie auf dem YouTube-Kanal der Stiftung in deutscher Sprache übertragen.

Als Begleitprogramm zur internationalen Willy Brandt-Wanderausstellung beleuchtet eine Vortragsreihe die historische Bedeutung des Moskauer Vertrags und seiner Folgen für den Verständigungsprozess zwischen Ost und West. Neben Bernd Rother sprechen die Historiker Alexej Filitov und Bernd Schäfer sowie Michael Borchard vom Archiv für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Die Ausstellung kann nach Anmeldung im DHI Moskau montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

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Dr. Bernd Rother

Research Associate and Deputy Director

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