Unersetzlich, aber bald irrelevant? Der Friedensnobelpreis heute

Haus Lübeck Podiumsdiskussion
Veranstaltungstermin

09. Dezember 2021,
Beginn 19:30 Uhr

Anmeldeschluss 08. Dezember 2021

Veranstaltungsort

Livestream

Welche Relevanz wird dem Friedensnobelpreis heute beigemessen, und wie steht es um seine universelle Akzeptanz? Darüber diskutieren die Historikerin Elisabeth Röhrlich (Wien), der Journalist Mathieu von Rohr (Hamburg), der Politiker Karsten Voigt (Berlin) und die Politikwissenschaftlerin Ursula Schröder (Hamburg). Sie sprechen über die Erwartungen, aber auch Enttäuschungen, die aktuell mit der Auszeichnung verbunden werden. Im Kern geht es dabei um die Frage, wie zeitgemäß der Friedensnobelpreis ist und wie stark er mit den Friedensvorstellungen westlicher Gesellschaften verknüpft und den klassischen Konfliktformen des 19. und 20. Jahrhunderts verhaftet ist.

Moderation: Frauke Hamann (Hamburg)

Die Podiumsdiskussion findet als Livestream auf dem YouTube-Kanal der Stiftung statt und bedarf keiner vorheriger Anmeldung. Sie können über den Live-Chat auf YouTube Fragen stellen und mitdiskutieren. Stellen Sie hierfür sicher, dass Sie einen YouTube-Account haben und eingeloggt sind.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Podiumsdiskussion

Mathieu von Rohr ist Ressortleiter Ausland beim „Spiegel“  in Hamburg. Er studierte Geschichte und Germanistik in Basel und arbeitete vier Jahre im Feuilleton der „Basler Zeitung“. Während seiner Ausbildung an der Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg absolvierte er Stationen beim „Spiegel“, der „Zeit“ und dem „Tages-Anzeiger-Magazin“ (Zürich). Seit 2006 arbeitet er für das Auslandsressort des „Spiegel“, für den er als Reporter weltweit im Einsatz war. Ab 2011 leitete er das Auslandsbüro der Zeitschrift in Paris, bevor er 2014 ins Hamburger Büro wechselte. Von Rohr war an mehreren preisgekrönten Reportagen beteiligt.

Elisabeth Röhrlich ist Historikerin und Assistenzprofessorin am Institut für Geschichte der Universität Wien und Co-Sprecherin des dortigen Forschungsschwerpunkts Globalgeschichte. Sie studierte Neuere Geschichte und Literaturwissenschaft in Tübingen und wurde dort mit einer Arbeit über die Außenpolitik Bruno Kreiskys promoviert. Anschließend arbeitete sie unter anderem als Fellow am Woodrow Wilson Center in Washington, D.C. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen die Geschichte internationaler Organisationen sowie die Technik- und Politikgeschichte des Kalten Krieges. Ihre neueste Monographie „Inspectors for Peace: A History of the International Atomic Energy Agency” erscheint 2022 bei Johns Hopkins University Press.

Ursula Schröder ist Wissenschaftliche Direktorin des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) und Professorin für Politikwissenschaft, insbesondere für Friedensforschung und Sicherheitspolitik, an der Universität Hamburg. Sie hat in Berlin und Wales studiert und wurde am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz promoviert. Ihr Forschungsschwerpunkte sind die Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Europa und darüber hinaus sowie die Sicherheits- und Konfliktforschung im Kontext des Klimawandels. Zu ihren jüngsten Veröffentlichungen zählt der Sammelband „Decentring the Study of International Interventions“ (SAGE 2018).

Karsten D. Voigt ist Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Von 1976 bis 1998 war er Abgeordneter des Deutschen Bundestages, seit 1983 auch außenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Anschließend war er bis 2010 als Koordinator der Bundesregierung für die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit tätig. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählt die Geschichte des Kalten Krieges, die Geschichte der deutschen und europäischen Ostpolitik sowie die Politik und Geschichte der USA. Karsten D. Voigt ist Autor des „ipg-journal“ (Zeitschrift für Internationale Politik und Gesellschaft) und hat zahlreiche Artikel, Kommentare und Analysen veröffentlicht.

Moderation:

Frauke Hamann ist Literaturwissenschaftlerin, Lektorin und freie Journalistin. Nach einem Studium der Geschichte und Germanistik war sie zunächst als Lehrerin tätig, bevor sie in die Sozialarbeit und ins Kulturmanagement wechselte. Anschließend arbeitete sie mehrere Jahre als Verlagslektorin und Pressesprecherin, später als Kommunikationsleiterin der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius. Sie ist Mitglied im Freundeskreis des Willy-Brandt-Hauses Lübeck. Frauke Hamann schreibt für die „Neue Zürcher Zeitung“, die „Neue Gesellschaft / Frankfurter Hefte, Soziopolis“ und „taz nord“.

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