Photo: DHI Moskau

Die internationale Willy Brandt Wanderausstellung in Moskau

Wanderausstellung

Der Moskauer Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Sowjetunion, unterzeichnet am 12. August 1970, bildete das Kernstück der Neuen Ostpolitik Willy Brandts. Zum 50. Jahrestag erinnert die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung an das historische Ereignis.

Zum Auftakt findet am 15. September in der russischen Hauptstadt die Eröffnung der internationalen Wanderausstellung „Willy Brandt 1913-1992. A Life for Freedom, Peace and Reconciliation between Nations“ statt. Die Ausstellung wird erstmals der Öffentlichkeit präsentiert und bis zum 15. Dezember 2020 in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Institut Moskau gezeigt. Es sprechen Dr. Sandra Dahlke, Direktorin des DHI Moskau, und Dr. Andreas Hilger, stellvertretender Direktor des DHI Moskau. Eine Einführung in die Ausstellung gibt Dr. Wolfgang Schmidt, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung.

Die Eröffnung findet online statt. Eine Teilnahme an der Zoom-Konferenz ist ohne Anmeldung möglich. Zeitgleich wird die Veranstaltung als Livestream in russischer Sprache auf dem YouTube-Kanal des DHI Moskau sowie auf dem YouTube-Kanal der Stiftung in deutscher Sprache übertragen.
Die Ausstellung kann nach Anmeldung beim DHI Moskau montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

Als Begleitprogramm zur Ausstellung beleuchtet eine Vortragsreihe die historische Bedeutung des Moskauer Vertrags und seine Folgen für den Verständigungsprozess zwischen Ost und West. Es sprechen die Historiker Bernd Rother, Alexej Filitov und Bernd Schäfer sowie Michael Borchard vom Archiv für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des DHI Moskau.

Die gegenwärtigen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland stehen im Mittelpunkt einer hochkarätigen Podiumsdiskussion am 16. September. Gernot Erler, ehemaliger Russland-Beauftragter der Bundesregierung, Dr. Andrey Zagorsky, Leiter der Abteilung für Disarmament and Conflict Resolution Studies am Primakov Nationalen Forschungsinstitut für Weltwirtschaft und Internationale Beziehungen (IMEMO), Russische Akademie der Wissenschaften, Dr. Alena Epifanova, Forscherin am Robert Bosch-Zentrum für Mittel- und Osteuropa, Russland und Zentralasien, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V. diskutieren über mögliche Lehren aus Brandts Entspannungspolitik für die Bewältigung aktueller politischer Herausforderungen. Das in deutscher und russischer Sprache geführte Online-Gespräch findet in Kooperation mit dem Deutsch-Russischen Forum e. V., der Moskauer Deutschen Zeitung und dem Institut für Auslandsbeziehungen in Stuttgart statt. Anmeldungen sind bis zum 15. September über das Deutsch-Russische Forum möglich.

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