50 Jahre Verleihung des Friedensnobelpreises an Willy Brandt – Jubiläumsprogramm Dezember 2021

Die Stiftung Pressemitteilung Redakteur

Am 10. Dezember jährt sich die Verleihung des Friedensnobelpreises an Willy Brandt zum 50. Mal. Aus diesem Anlass erinnert die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung mit einem umfassenden Programm an das historische Ereignis.

Am 3. Dezember hält die Vorsitzende des Friedensnobelpreiskomitees, Berit Reiss-Andersen, die diesjährige Willy-Brandt-Rede Lübeck. Sie wirft dabei einen Blick zurück auf die damalige Entscheidung des norwegischen Komitees und fragt auch nach den „lessons learned“ aus Brandts Politik für heutige Krisen und Konflikte. Die Rede wird mit Beiträgen von Wolfgang Thierse und Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau als Video-Premiere um 19:00 Uhr auf dem YouTube-Kanal der Stiftung veröffentlicht.

Einen Tag vor dem 50. Jahrestag der Verleihung finden am 9. Dezember ein digitales internationales wissenschaftliches Symposium gefolgt von einer hochkarätig besetzten Abendveranstaltung in Lübeck statt. Das Symposium „Frieden stiften? Nobelpreisträger*innen der 1970er Jahre“ beleuchtet von 13:00 bis 18:30 Uhr die damalige Rezeption der Entscheidungen des Osloer Komitees in Politik und Gesellschaft. Zudem wird der Frage nachgegangen, welche Vorstellungen von Frieden und Konfliktregulierung damit verbunden waren.

Zum Auftakt nimmt das Panel „Visionäre des Friedens“ die Verleihung an Willy Brandt und Andrej Dmitrijewitsch Sacharow in den Blick. Im zweiten Panel „Von Kriegstreibern zu Friedensmachern?“ stehen die kontrovers diskutierten Auszeichnungen von Henry Kissinger und Le Duc Tho für die Friedensbemühungen im Vietnamkrieg sowie von Menachem Begin und Anwar as-Sadat für die Verhandlung des Friedensvertrages zwischen Ägypten und Israel im Mittelpunkt. Die Rolle und Bedeutung zivilgesellschaftlicher Akteure und Organisationen in der Konfliktregulierung ordnet das dritte Panel „Pax in praxi“ ein anhand der Verleihung an Mairead Corrigan und Betty Williams sowie an Amnesty International. Mit Frank Bösch (Potsdam), Jan Eckel (Tübingen), Bernd Greiner (Lübeck), Corinna Hauswedell (Bonn/Dublin), Dan Meridor (Tel Aviv), Irina Scherbakowa (Moskau) und Benedikt Schönborn (Wien).

Im Anschluss folgt um 19:30 Uhr die Podiumsdiskussion „Unersetzlich, aber bald irrelevant? Der Friedensnobelpreis heute“. Welche Relevanz wird dem Friedensnobelpreis heute beigemessen, und wie steht es um seine universelle Akzeptanz? Welche Erwartungen, aber auch Enttäuschungen werden aktuell mit der Auszeichnung verbunden? Diese Fragen diskutieren die Historikerin Elisabeth Röhrlich, der Journalist Mathieu von Rohr, die Politikwissenschaftlerin Ursula Schröder und der Politiker Karsten Voigt.

Beide Veranstaltungen werden als Livestream über den YouTube-Kanal der Stiftung übertragen. Sie können über den Live-Chat auf YouTube mitdiskutieren. Presseanmeldungen für die Abendveranstaltung sind erwünscht bis zum 8. Dezember unter .

In Berlin findet zudem am 8. Dezember von 14:00 bis 20:30 Uhr die Veranstaltung „Friedenspolitik in unserer Zeit“ der Friedrich-Ebert-Stiftung statt. Führende Köpfe aus Politik und Gesellschaft diskutieren, welche Fragen eine umfassende Friedenspolitik heute beantworten muss und welche Lehren aus Willy Brandts Politik gezogen werden können. Mit u. a. Jean Asselborn, Beatrice Fihn, Felipe Gonzalez, Martin Schulz und Jens Stoltenberg. Die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung ist Kooperationspartner. Pressekontakt: Peter Donaiski (T. 030 269 35-7038 | E. ). »Programm & Livestream

Malte Mau

Kommunikation & Presse

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